Re: Load shedding - Kathmandu demnaechst 18 Stunden pro Tag ohne Strom?

Hallo,

die Energieverschwendung mag in den groesseren Staedten bemerkbar sein, so in den Regierungsaemtern, wo bei offenen Fenstern unter vielen Tischen elektrische Heizoefhcen stehen.

Reiche kochen nicht mit Strom, das tun viel aermere, die auch nicht das Geld haben, mit Gas zu kochen. Reiche Leute haben einen generator oder viel der Mittelschicht leisten sich Inverter, die allerdings nunmehr bei 10 Stunden Stromausfall auch nicht mehr funktionieren ...


Die meisten armen Menschen kochen mit Strom oder mit gesammelten Holz oder Holzabfaellen, oder eben mit Kerosin, das in kleinen Mengen gekauft wird.

Die allermeisten nepalesen heizen nicht, nicht weil sie die Kaelte gern haben, sondern weil die Kosten´viel zu Hoch sind und die Winter nicht zu kalt.

Im uebrigen gibt es sehr wohl die Baumaterialien fuer Waermeisolierung und auch die Kenntniss ueber Baumasnahmen wie Doppelmaueren als Aussenwaende.

Die Loesung mit den Dieselkraftwerken, die ja schnell gebaut werden koennen (das stimmt) loest nichtt die Frage nach den erforderlichen Ueberlandleitungen, denn 100 oder 200 MW zu transportieren ist sehr kompliziert, das erfordert dann mehrere Jahre und nicht ein paar Monate wie das aufstellen enormer "Dieselgeneratoren". Es wird erst in der praxis zu sehen sein, ob es ueberhaupt Sinn macht, diese aufzustellen. Zu´mindest aber versucht diese Regierung mal etwas konkret zu unternehmen, dqas muss ihr gutgehalten werden.

Ob wegen der Menge Diesel, die dies verbraucht die Weltmarktpreise steigen, weiss ich nicht, aber dafuer koennten ja die Europaeer vieleicht einfach mal 100 ml Diesel pro Jahr weniger Verbrauchen und die nepalesen haetten Strom und der Dieselverbrauch Weltweit wuerde nicht steigen.

Schliesslich verbraucht der Westen ja angeblich ueber 75% der gesamten Energie die Weltweit erzeugt wird, stellt aber nur mal gerade 25% der Weltbevoelkerung.

Das sollte man auch mal sich ueberlegen.

Navyo
www.navyonepal.com


> Seit einer Woche betragen die Stromausfaelle im Valley 64 Stunden in der Woche. Ein Anstieg auf 14-18 Stunden am Tag ist nicht unwahrscheinlich. Die Staudaemme haben viel weniger Wasser, als die Jahre zuvor. Der Strombedarf steigt rasant an.
> Der Strom ist gemessen an den sonstigen Lebenshaltungskosten sehr teuer. 300 KW/h inklusive Grundgebuehr ca. 2600 NRS.

> Der Grad der Energieverschwendung ist schwer zu bestimmen. Nur die Reichen und die Mitarbeiter, die den Sotrom selbt nicht bezahlen muessen, heizen und kochen mit Strom.
> Die haben dann auch einen Dieselgenerator.
> Die allermeisten Nepalis heizen gar nicht und kochen mit Gas oder Kerosin.
> Die Aermsten machen Muellfeuer zum waermen.

> Fakt ist, dass die Gebaeude keinerlei Waermedaemmung haben, somit wird Heizen sehr kostspielig und voellig ineffizient.
> Ein Aendern der Baugewohnheiten ist nicht in Sicht. Nachhaltigkeit und Planung sind in Nepal weitgehend unbekannt. Auch gibt es die Materialien dafuer nicht.
> Kurzfristige und individuelle Loesungen, wie z.B. jetzt mit den Dieselgeneratoren, stehen im Vordergrund. ( und dann steigen wieder die Preise fuer Rohoel auf den Weltmaerkten - Hilfe, was dann!?)

> >
> > noch vor ein paar tagen war von 10 Stunden die Rede, was ja auch schon sehr uebel ist. ich denke aber nicht, dass man von den ueblichen 3-4 Stunden direkt auf 18 kommen wird. fuer mich ist uebrigens nicht begreifbar, dass trotz Stromknappheit weiter oft in einem hohen Masse Strom verschwendet wird. Anscheinend ist der Strom doch noch recht billig.
> > Da kommt man aus eine Strasse ganz ohne Strom und ploetzlich strahlen einem um die Ecke haeuser voller Leuchtgirlanden an, derweil sitzen in stark ausgeleuchteten Geschaeften die Leute um den elektrischen heizzofen. > Hallo,

> > > das liest sich aber gar nicht gut!

> > > http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=171185

> > > Hoffen wir, dass das Problem in den Griff zu kriegen ist.
> > > Als ich im Oktober diesen Jahres in Nepal war, hatten wir in Kathmandu 2 x am Tag fuer je ca. 1.5 Stunden Stromsperre.

> > > Gruesse,
> > > Gregor aus Essen
> > > www.nepalwelt.de

Abgeschickt von Navyo am 21. Dezember 2008 um 03:41 Uhr.

Antwort zu: Re: Load shedding - Kathmandu demnaechst 18 Stunden pro Tag ohne Strom? geschrieben von Peter am 21. Dezember 2008 um 02:31 Uhr.


antworten    zurück zum Board




Antwort:

Name:  
E-Mail:

Überschrift:

Nachricht: