Hallo,die Maoisten sind vom Volk gewaehlt als staerkste Partei mit glaube ich mich zu errinnern, 38% der Stimmen. Also haben die Maoisten nicht die legitimierung des Volkes alleine zu tun was sie wollen.
Nepal ist in einer nicht einfachen Situation, allerdings mehr oder weniger seit 1996. Streiks wie den aktuellen hat es schon so oft gegeben.
Ich denke Manfred hat aber recht, sich ernsthaft um die politische Zukunft des Landes zu sorgen, irgendwann muss die Lage sich ja klaeren, muss man ja definitifere regeln aufstellen = eine Verfassung schreiben.
Dies aber ist nicht unbedingt der Wille (meiner Meinung nach) der beteiligten, am wenigsten der Maoisten. Diese haben nunmehr 6 Monate die Konstitutionelle Versammlung blockiert und unter andern diesen Streik ausgerufen, weil die "civilian surpremacy" angeblich nicht gegeben sei, seitdem der Praesident der Republik die Machtsenthebung des obersten Militaer Stabschef nicht gehnemigt hat.
Es scheint also mehr ein echter Machtkampf zur Zeit der halt mit welchen Argumenten auch immer, "legitimiert" werden soll.
Am Ende leiden wie immer jene, die am wenigsten haben. Aber das interessiert offensichtlich auch, aber nicht nur, die Maoisten am wenigsten.
Navyo
www.navyonepal.com
> Namaste Manfred, es stimmt schon ,dass die Regierung mit dem Unsinn der Kabinettssitzung in Gorak Shep 6 Millionen Rupies fuer diesen Ausflug verbraten hat und wir immer die Spender sind.Es ist voellig richtig, dass sich die Minister fuer die wichtigen Dinge zu fein sind, das ist ganz eindeutig die Misere Nepals, es gibt in keiner Partei verantwotliche Leute, die nach dem Grundsatz handel, erst das Volk, dann die Partei, jeder denkt nur an sich, das ist das grosse Dilemma dieses so schoenen Landes mit seinen liebenswerten Menschen.Ich glaube auch nicht, dass Nepal in der Mehrheit die Maoisten gewaehlt hat, damals bei den grossen Wahlen hatten die Maoisten nach meiner Kenntnis 40% der Stimmen, also nicht die absolute Mehrheit, aus diesem Grund mussten sie doch eine Koalitionsregierung bilden.
> Werner
> > Namaste Werner,
> > vergiss eines nicht:
> > Die Maoisten sind vom nepalesischen Volk gewaehlt. Waehrend sich die Welt vom Kommunismus abwendet, geht Nepal zurueck zur Steinzeit. Die Nepalesen haben das so gewollt.
> > Such Dir also lieber ein Hotel mit Restaurant aus, dann sitzt nicht auf dem Trockenen. Die Nepalesen wissen sich schon zu helfen.
> > Die nepales. Minister fliegen auf Staatskosten zum Kalapatar.
> > Wir Europaeer spenden dann fuer Krankenhaeuser, Kinderheime,Schulen usw.
> > Dafuer sind sich die Herren Minister zu fein.
> > Manfred W.
> >
> > > die Streiks haben fuer das ganze Land eine verheerende wirtschaftliche Einbusse, wenn jetzt 3 Tage lang alle Geschaefte geschlossen sind, keine Taxen fahren, keine Busse durchs Land fahren, entsteht ueberall gewaltiger Schaden. Wieso sind diese Streiks legitim? Legitim koennen sie nur sein, wenn der Streik dem Volk nuetzt oder das Volk unterstuetzt. Das direkte Gegenteil ist hier der Fall. Durch diese Streiks wird nur das Volk getroffen, nicht die Regierung. Wie sollen denn die Haendler ihre Waren verkaufen? Wie sollen wir Touristen ins Restaurant gehen zum Essen, ins Internet, ins Cafe mit Kuchen? Die Umsatzeinbussen allein in Kathmandu gehen in die Millionen, ich habe selbst am 6.12. beim Generalstreik nicht mehr einkaufen gehen koennen, wie ich das immer am letzten Tag in Nepal mache, da wollte ich viel mit nach Deutschland nehmen, Mitbringsel, Landkarten, einen schoenen kleinen Gebetsteppich, Gebetsfahnen,da sind meine Euro nicht in Nepal geblieben.Die Maoisten schaden am meisten das eigene Volk. Ich wollte auch nochmal nach Bakthapur rueber fahren, die haetten da ihre 10 US-Dollar Eintritt bekommen, viele Touristen konnten gar nichts machen. Und wie das jetzt mit 3 Tagen aussehen soll, das muss schlimm werden.Die armen kleinen Haendler werden am haertesten getroffen, auch die Kinder, die ihre kleinen Taschen nicht verkaufen koennen, oder die Schuhputzer,weil kein Mensch in Thamel rumlaeuft, ganz zu schweigen von dem Gesamteindruck, den alle haben muessen, die zum ersten Mal nach Nepal wollen, die sehen durch solche Ereignisse, dass sie dann gar nicht wissen, wann ein Bus nach Pokhara faehrt oder ein Bus von Pokhara nach KTM, wenn man das Flugzeug in KTM am naechsten Tag erreichen muss.
> > > Die Regierung und Armee tun gar nichts, sie haben keine ordentliche Staatsgewalt, das Volk vor solchen Folgen schuetzen zu koennen. Die Regierung und Armee halten sich bis jetzt erkennbar zurueck, sie sind offenbar lieber machtlos, als eine neue Schiesserei mit den Maoisten anzufangen.
> > > Werner
> > > > Ich halte die Streiks fuer demokratisch und fuer legitim, zumal von einer Regierungsclique Regierungsbeschluesse unterlaufen werden.Auch bei uns gibt es Streiks und auch schon mal Blokaden. Ich erinnere nur an Atomtransporte. Streiks sind kein Krieg, sondern ein demokratisches Mittel. Es sei denn, die sogenannte nepalesishe Polizei setzt militaerische Mittel ein, um ihre Macht zu sichern. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass sich eine Militaerclique das zur Zeit im grossen Stile leisten kann.
> > > > Allerdings wird offen von der Moeglichkeit gesprochen, dass die Volksarmee den bewaffneten Kampf bis zur Verwirklichung der Demokratie wieder aufnehmen kann...Gefaehrlich wird es mit Sicherheit, wenn die Armee einen Putsch macht, um die foederativen Bestrebungen einiger Provizen mit militaerischer Gewalt zu unterbinden.
> > > > Die bisherigen Machthaber wollen die Bundesrepublik schliesslich nicht.
> > > > Es haengt wohl alles vom Verhalten des Militaers ab, das, wie die Geschichte zeigt, auf Menschenrechte wenig Ruecksicht nimmt.
> > > > Die ersten Todesopfer durch das Militaer hat es ja schon im Westen Nepals gegeben. Die wollten wohl zeigen, wer die Macht hat. Die Naturreservate gehoerten ja nominell dem Koenig, der den Bewohnern das Land abnahm. Denen blieb dann nichts anderes, als im Ueberschwemmungsgebiet zu siedeln.
> > > > Wie seht Ihr die Lage, gefaehrlich oder eher doch nicht?
> > > > bernd