Re: Letzte Tipps fuer den Everest-Trek - es

Hallo Norman,

vielen Dank fuer deine ausfuehrliche Antwort! Ich habe alles mit der Kuechen bzw. Fischwaage ausgewogen. Wir wollen uns den Porter/Guide ersparen - soll ja ein Paerchenurlaub werden :-) Habe aber auch Trekkingerfahrung aus Island, Groenland, Alpen,..

Wie schaetzt du den Renjo La ein? Hast du noch einen Tipp bezueglich des Trinkens, die empfohlene Menge ist schon sehr hoch. Bekommt man genuegend Tee oder sind auch taegl. einige Liter Wasser dabei?

Viele Gruesse

André


Fuer den Pass wollen wir uns einen Guide nehmen, bzw. falls nicht moeglich uns einer Gruppe anschliessen. Vorsicht hat fuer mich die oberste Prioritaet.

> Hallo.

> Positiv: Ihr habt viel Zeit, knapp 3 Wochen fuer KTM->KTM ist gut.
> Negativ: Ihr seid viel zu verplant...

> Die Packliste sieht heftig aus. 12kg, kann ich gar nicht glauben. Klingt eher nach 20kg. Ich habe meist dabei: fuer tagsueber je einen Satz Laufklamotten fuer Winter und Herbst, fuer abends das, was ich im Herbst auf der Couch trage inkl. Badelatschen o. leichte Laufschuhe. Dazu 2-3 Paar Socken und Unterhosen, einen Schlafsack Komforttemp. 0°C (reicht locker, gibt ja Decken), Sonnencreme, Bodylotion, Sonnenbrille, Stueck Seife, kl. Handtuch, Zahncreme plus Buerste, 1 Rolle Klopapier, Kamera inkl. 2xErsatzakku (erspart das Ladegeraet). Keine Daunenjacke, komme mit Sweatshirtjacke und 2-3 Shirts drunter auch klar (bin aber eher der Wintertyp). ALLES koennt ihr auch in KTM oder Namche kaufen!

> Unterkuenfte und Restaurants zu empfehlen finde ich macht keinen Sinn, da sind die Geschmaecker zu unterschiedlich. Waere auch gegenueber den nicht erwaehnten Betreibern nicht fair.

> Anmerkungen zur Routenplanung bzw. zur Etappenlaenge sind schwierig, da ich euren Fitnesszustand nicht kenne. Grundsaetzlich finde ich den Beginn bis Gokyo gut, kein Versuch der zu schnellen Akklimatisierung. Danach scheinen die Etappen bis auf die Ueberquerung des Cho La nach Dzongla schon recht kurz. Was ihr leisten koennt und moechtet, werdet ihr erst vor Ort entscheiden koennen. Mitentscheiden tut auch immer das Wetter. Ich kann auf jeden Fall nur abraten von Pass- oder Gletscherueberquerungen bei Schneefall u. dementsprechend schlechter Sicht.

> Ansonsten....der Cho La ist aus meiner Sicht von den drei hohen Trekking-Paessen der anspruchsvollste und gefaehrlichste. Hatte da schon Steinschlag auf der Westseite, knietiefen Schnee auf der Passhoehe und vereiste Passagen auf der Ostseite. Alles waehrend einer Ueberquerung. Und der Pass selber ist ein mehrere hundert Meter breiter Gletscher. Kein Vergleich zum Renjo La, der dazu noch eine viel grandiosere Aussicht bietet. Und der "Highway" fuehrt nicht nach Gokyo, sondern nach Gorak Shep. Wenn in Gokyo wenig los ist, kann trotzdem in Gorak Shep richtig was los sein. Im April, das ist ja die "kleine Saison", wird auf der Route von Lukla nach Gorak Shep sicher einiges los sein, zumal ja auch haufenweise Expeditionen im EBC sitzen. Verhaeltnis Namche-Gorak Shep / Namche-Gokyo / Namche-Lungden(Renjo La) im Oktober entspricht etwa dem Verhaeltnis Bundesstrasse / Landstrasse / Wirtschaftweg.

> Und nun der wichtigste Ratschlag ueberhaupt: Lasst euch nicht zu viele Ratschlaege geben....Ehrlich, eure Route betrachtend, habt ihr sehr viel Zeit. Da ist vieles moeglich, und auch 1-2 Schlechtwettertage oder ein kurzfristiger Abstieg wegen der Hoehenkrankheit muessen euren Trip nicht kaputt machen.

> Kannst dich natuerlich gerne melden bei weiteren Fragen.

> Gruss
> Norman

Geschrieben von AndrŽ am 05. April 2018 um 22:35 Uhr.

Antwort zu: Re: Letzte Tipps fuer den Everest-Trek - es geschrieben von Norman am 05. April 2018 um 13:25 Uhr.


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