Nepal hat weder Premier

Heute morgen wurde der ehemalige Premier Nepals, Sher Bahadur Deuba vom König zum neuen Premierminister ernnant mit den Auftrag eine Mehrparteienregierung zu bilden, innerhalb April 2005 allgemeine Walhen abzuhalten.

Deuba hat vom König die executive Macht erhalten.

Nachdem Deuba als damaliger Premier das Parlament im Mai 2002 aufgelöst hat, wurde diese selbst im Oktober 2002 vom König abgesetzt, nachdem Deuba wiederholt die angekündigten Neuwahlen verzögert bzw als nicht durchführbar erklärt hatte.

Der König hat daraufhin die exekutive Macht übernommen und eine eigene Regierung unter Chand ernannt. Im April 2003 wurde Chand abgelöst von Thapa, der dann auch "offiziell" die exekutive Macht erhalten hatte.

Nachdem auch Thapa (wie Chand) es nicht gelang eine Mehrparteienregerung zu ernennen, trat dieser vor einen Monat zurück.

Der König hat sich daraufhin mit verschiedenen Politikern und Privatpersonen getroffen, um die Lage zu besprechen.

Nach den lange erwarteten Treffen zwischen allen Parteien (fünferkoalition) sollten diese nun einen gemeinsamen Premier aussuchen.

Nachdem die Parteien sich nicht einigen konnten, hatte der König ihnen ein Ultimatum gestellt, das jedoch auch nicht zum Erfolg führte, da nunmehr die Parteien um den Premier stritten, so das der König nunmehr nach verstreichen der Frist heute Deuba als Premier beauftragt hat.


Im Süden des Landes gab es Demostrationen der Parteianhänger gegen ihre eigenen Parteiführer wegen der Streiterein um den Premier den sie ernennen sollten. Leider sind die Parteiführungen scheinbar doch nur an der eigenen Macht un weniger um das Wohl und den Frieden des Landes bemüht.

Jedenfalls hat nun Nepal wieder einen Premier und die nächste Zukunft wird zeigen, ob dies gut ist oder ob die Lage sich weiter verschlechtert.

Die Maoisten jedenfalls haben überraschend viele Menschen freigelassen, die sie in den letzten Wochen enführt haben zur Teilnahme an "Informationscamps über maoistische Grundlehren".

Alles beim schwimmen, hoffen wir das Nepal endlich Ufer erreicht und mehr Friedensperspektiven.

Navyo Eller
www.navynepal.com

NB. Der Streik verläuft sehr ruhig, aber bereits sind weitere Streiks angekündigt.

Nachdem die Maoisten vor den Streik einige Fahrzeuge in Brand gesteckt haben und einen Regierungsbus gebomt haben (und leider ein Toter zu beklagen ist, neben 21 Verletzen, die zu spät nach der Warnung der Bombenleger den Bus verlassen haben). ist es kein wunder, das es wircklich kaum Verkehr gibt.


Abgeschickt von Navyo Eller am 02. Juni 2004 um 09:37 Uhr



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