Re: Erfahrungen mit Reiseveranstaltern

Hallo Christoph,

ich würde gar nicht über einen Reiseveranstalter gehen. Buch Dir einfach einen Flug separat (z.B. über Andreas Khanal, Adresse tausendmal weiter unten im Board, der kann Dir auch sofort Tips zu Hotels in Kathmandu geben) und geh dann in Nepal zu einer der zahlreichen Trekkingagenturen engagiere einen Guide und evtl. einen Porter.(z.B. über Navyo, der hier sehr viel beiträgt. Er hat in Kathmandu eine Trekkingagentur, schau mal unter www.navyonepal.com. Natürlich gibt es im Thamel auch noch tausend andere Agenturen, nur wohl keine mit einem so netten Besitzer...) Du solltest darauf achten,daß die Leute vernünftig versichert, ausgerüstetund behandelt werden(da kannst Du bei Navso sicher sein) und schon ist alles organisiert.

Das ist mit Sicherheit billiger als über einen Reiseveranstalter und das meiste Geld bleibt in Nepal, aber was viel wichtiger ist Du bist viel unabhängiger.

Dir gefällt es irgendwo besonders gut? Du kannst einfach 2 Tage länger bleiben... Wärst Du in einer Gruppe unterwegs müßtest Du weiter...

Du wirst krank? Du kannst Dich einfach einen Tag ins Bett legen und ausruhen. In einer Gruppe müsstest Du weiter, es sei denn es geht Dir so schlecht, daß Du die ganze Gruppe aufhälst...

Wir fanden es toll jeden Tag neu zu entscheiden, bis wohin wir denn heute laufen wollen. Einmal sind wir mittags in in einem Dorf in Feierlichkeiten reingeplatzt und durften mitfeiern. Also sind wir einfach dort geblieben. Einer der tollsten Tage unserer Reise... Eine Gruppe, die auch durch das Dorf durch kam hatte keine Zeit dort zu bleiben... Schade füp sie...

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen alleine los zu ziehen... Du läßt das Geld in den Dörfern und dort wird es bitter benötigt. Die Gruppen bringen alles aus KTM mit, vom Mineralwasser über den Reis bis zum Bier... Alles wird mitgenommen und nichts auf dem Lande gekauft. Das hilft der Wirtschaft dort gar nicht.

Du bekommst viel mehr Kontakt zu Nepalesen, wenn Du alleine oder mit 2 oder 3 Personen unterwegs bist.

Die meisten schweren Fälle von Höhenkrankheit kommen in Gruppen vor. Der "Gruppenzwang" läßt die Leute weiterlaufen, wenn sie schon lange hätten anhalten sollten um sich besser zu akklimatisieren.

Die Guides sind in der Regel gut ausgebildet und organisieren vor Ort für Dich alles: Von der Auswahl der Lodge über das Bestellen von Essen bis zum Lösen Problemen aller Art, die Guides reissen sich beide Beine aus um Dich zufrieden zu stellen. Sie kennen die Berge und wissen auch was bei Höhenkrankheit zu tun ist. In der Regel sprechen Sie gutes Englisch, einige wenige sogar Deutsch. Eine Gruppe kann Dir nicht mehr Sicherheit bieten.

Selbst wenn Du keine anderen Reisepartner hast, würde ich alleine gehen (mit Guide oder Porterguide). Man trifft unterwegs und in den Lodges immer wieder Westler und läuft für einige Tage zusammen weiter. Und wenn nicht, endlich eine Gelegenheit sich in Ruhe mit den Nepalis zu unterhalten... Du wirst sehen, Du wirst nie alleine sein, es sei denn Du willst es...

Eigentlich kann ich gar keine Argumente finden, die für eine Gruppenreise sprechen.

Ich hoffe, meine Meinung hat Dir ein wenig weitergeholfen.
:-)

Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deinen Vorbereitungen (NEID!) und ausserdem viele Geschenke, leckere Weihnachtsplätzchen und auch sonst tolle Weihnachten und einen guten Rutsch.

Liebe Grüße,

Ingrid

PS Den Flug solltest Du allerdings bald buchen...

> Hallo, Nepal-Freunde,
> im Oktober 2003 möchte ich eine Trekkingtour zum Mount-Everest-Basislager unternehmen. Ich weiss aber noch nicht, mit welchen Reiseveranstalter (z.B. DAV Summit Club, Himalaya Fair Trekking, Wikinger Reisen, Chamäleon Reisen). Wer hat eine solche Tour bereits unternommen und kann mir seine Erfahrungen schildern (positive wie negative, hoffentlich aber nur positive).
> Ich sag schon mal danke und bin auf die Reaktionen gespannt.
> Gruß
> Christoph

> Dieser Beitrag kommt von http://www.dach-der-welt.de

Abgeschickt von Ingrid am 23. Dezember 2002 um 10:28 Uhr

Antwort zu: Erfahrungen mit Reiseveranstaltern geschrieben von christoph am 22. Dezember 2002 um 13:37 Uhr:



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